Neue Paten für die 5 er
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- Kategorie: Zeitung Allgemeines
- Geschrieben von Lübke
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Das Projekt „Gib8- Gewalt hat viele Gesichter“ läuft nun schon zum neunten Mal an und dient dazu, die fünften Klassen zusammen zubringen, Probleme zwischen den Schülern zu erkennen, zu lösen und die Sextaner mit der neuen Schule vertraut zumachen. Immer drei Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse treten als Patenteam für eine fünfte Klasse an „Wir sind quasi die Brücke zwischen SchülerIn und Lehrer.“, sagte Jan als wir das Projekt den neuen Klassenlehrerteams vorstellten. Doch bis soweit war hat es lange gedauert.
Alles fing vor ungefähr zwei Monaten an, als zwei Schüler der jetzigen Elf in unsere Klasse kamen und uns von den Projekt erzählten. Mir gefiel die Vorstellung auf Anhieb sehr, alle zwei Wochen eine Schulstunde lang mit den Fünfern zuspielen. So trug ich mich auch in die Liste der Interessierten ein. Einen Tag später sah man mich und 53 andere bei der Info-Veranstaltung wieder. Dabei stellte sich heraus, dass die Aufgabe ein Pate zu sein weit mehr ist, als nur hin und wieder ein Spielchen zu spielen. „Auf euch lastet eine große Verantwortung, die nicht immer gerade einfach ist“, erzählt ein Mädchen aus dem letzten Projekt. Eine Weitere weist daraufhin, dass die Stunden nicht immer nur Spaß machen, sondern auch anstrengend sind. Dennoch beworben sich die große Mehrheit für diese Aufgabe.
Ich war sehr aufgeregt als wir uns alle im Selbstlernzentrum versammelten und Bescheid bekamen ob wir dabei sind oder nicht. Die Stimmung war angespannt als die ersten Namen vorgelesen wurden und siehe da: meiner war dabei. Das hieß ab neuen Schuljahr bin ich mit den elf anderen für das Wohl unserer kleinen Fünfern zuständig.
Doch bevor ich an meine „Arbeit“ konnte, absolvierten wir eine dreitägige Ausbildung in Gerolstein. Na super, dachte ich, als wir alle in dem großen Raum der Jugendherberge saßen und auf unsere erste Aufgabe warteten. Denn ehrlich gesagt kannte ich die Hälfte der anwesenden Leute gar nicht. Mit „gar nicht“ meine ich, dass wir zwar ab und zu mal ein Wort miteinander gewechselt haben (meistens wegen irgendeiner Gruppenarbeit), aber mehr nicht. Doch meine Befürchtung, dass die nächsten Tage etwas chaotisch werden, bewahrheitete sich nicht. Im Gegenteil...
Bereits bei der ersten Gruppenarbeit merkten wir, wie gut wir alle miteinander harmonieren. Wir konnten offen miteinander reden und an Vertrauen mangelte es auch nicht. Frau Scholz, die Leiterin des Projektes GIB8, meinte dazu: „Ihr müsst unterscheiden, zwischen der Ebene auf der ihr arbeitet und der persönlichen. Wenn wir hier zusammen sitzen heißt dass nicht, dass ihr euch alle lieben müsst, ihr müsst aber einen Weg finden miteinander zu arbeiten.“ Aber diesen Weg mussten wir erst gar nicht suchen, denn wir verstanden uns auch privat sehr gut. So fiel die Zusammenarbeit wesentlich leichter.
Doch vor allem kam das Spaß nicht zu kurz, denn alle Spiele durften wir praktisch ausprobieren und noch einmal in die Rolle eines Fünftklässlers schlüpfen. „Man kann die Spiele nur gut anleiten, wenn man die selber gut leiden kann und das findet man nur raus, wenn man die selber spielt. Außerdem bleiben die Spielregeln bei euch so besser hängen“, so Frau Scholz später. Allerdings waren es nicht nur die Spiele, die so viel Freude bereiteten, sondern auch die Leute, die diese Fahrt zu etwas besonderem gemacht haben.
Ein Höhepunkt der Fahrt war das Lagerfeuergrillen mit der „Hühnertaufe“ am letzten Abend. Unser Stofftierhuhn, dass für viele Spiele benutzt haben, wurde auf den Namen „Graf Alfons“ getauft. Außerdem haben wir noch viel gelacht und jeder genoss die letzten Stunden, die wir zusammen verbracht haben.
Alles in allem war die Patenausbildung eine bereichernde Erfahrung, wo die Mischung aus Spaß und Arbeiten perfekt gestimmt hat. Doch wir werden nicht nur die Spiele aus diesen Tagen mitnehmen, sondern auch eine Menge neuer Freundschaften. Dann kann die Zusammenarbeit mit den Fünfern ja nur gut werden. (Laura Barton, EF)



