Sitzen und Pausieren, Lachen und Quatschen, Essen und Vokabellernen unter Bambusgras

Viele haben sich wochenlang gefragt, was die Absperrung auf dem Schulhof bedeutet und gespannt die Bauarbeiten verfolgt. Am Mittwoch, den 6. Oktober war es endlich so weit: Die neue Sitzgelegenheit auf dem Schulhof durfte von den Schülern ausprobiert werden und war damit nun offiziell fertig. Die Bänke waren voll, teilweise waren sogar die Treppen besetzt, denn jeder wollte einmal ausprobieren, ob man am „Viereck“, wie die Schüler sagen, auch gut sitzen kann. Aber bis es soweit war, hat es lange gedauert:

Angefangen hat alles 2007 bei einem schulinternen Wettbewerb. Die Aufgabe war es, ein Modell eines Schulhofs nach eigenen Vorstellungen anzufertigen. „Es sollte also nicht einfach nur eine Skizze sein, sondern ein ganzes „Bauwerk", so Franziska Kouman, eine der Gewinnerinnen des Wettbewerbs. „Da man klassenweise an dem Wettbewerb teilnehmen musste, haben wir erst einmal alle zusammen angefangen. Nach und nach hat sich dann eine kleinere Gruppe, bestehend aus Andrea Kittner, Jonas Wawrzyniak, Christian Schell, Raimund Schröder, Matthias Moos und mir herauskristallisiert.“, erzählt die 15-Jährige Schülerin. Diese Gruppe war dann auch letzten Endes die Gewinnergruppe. Anfangs kamen noch einige Zweifel auf, ob das Projekt überhaupt realisiert werden kann, da es einige Startschwierigkeiten für die damaligen Sechstklässler gab. Dennoch ließen sich die sechs Schülerinnen und Schüler sich trotz einigen Planveränderungen nicht unterkriegen „Klar bin ich stolz; es ist schön zu sehen, dass etwas, dass von uns geplant und dementsprechend umgesetzt wurde so gut bei den Schülern ankommt“, erklärte die Schülerin weiterhin. Herr Dr. Rütten, der frühere Klassenlehrer und Projektbetreuer, lobt seine Schüler, die aus Eigenarbeit dieses Projekt in die Praxis umgesetzt haben.

„Die Sitzecke gefällt mir sehr gut, endlich mal etwas Neues hier“. Die Begeisterung ist vielen Schülern und Schülerinnen anzumerken. Denn die „Sitzecke“ ist das erste fertiggestellte Bauprojekt nach dem Sponsorenlauf. Dadurch wurde das Projekt auch teilweise finanziert, den Rest bezahlte der Förderverein. „Da riecht es immer schön nach frischem Grün“, bemerkt eine Schülerin. „Ich sitze in der Pause gerne hier. Es ist einfach entspannend hier so zu sitzen.“ Da sind nur einige Schülermeinungen. Aber man merkt, dass das neue Viereck bei allen so gut ankommt. (Laura Barton, 9a)