Läusefallen im Brühler Schloss Augustusburg

Wir, die Klasse 7d, sind nach Brühl zum Schloss Augustusburg gefahren, weil wir im Moment in unserem Geschichtsunterricht bei Herrn Schmidt das Thema Absolutismus haben. Hiervon möchte ich nun berichten: Schloss Augustusburg ist ein großes und schönes Schloss in Brühl. Als wir das Gelände betraten, fielen uns sofort die wunderschöne Außenfassade und die großen Fenster auf. Durch ein Tor kommt man direkt zu dem großen Garten des Schlosses. Der Garten ist dem Französischen Schloss Versailles nachempfunden. In dem Garten finden wir eine Allee, die zum dazugehörigen Wald führt, vier Springbrunnen, einen kleinen Teich mit Springbrunnen und eine Vielfalt von Blumen und kleinen Hecken, die in Mustern geschnitten sind. Das Schloss hat einige Eingänge, aber wenn man den Eingang nimmt, den wir bei unserer Führung gewählt haben, kommen wir direkt in das erste Vorzimmer. Es ist, im Gegensatz zu den anderen Räumen des Schlosses, nicht gerade riesig, aber trotzdem schon einzigartig und schön gestaltet. Dort finden wir zum Beispiel Gemälde von der Familie des Kurfürsten, dem das Schloss einst gehörte. Alles im Schloss Augustusburg ist nach den persönlichen Wünschen des Kurfürsten erschaffen worden, es gibt z.B. ein Zimmer, dessen Wände ganz aus vergoldeter Kalbshaut bestehen. Für dieses extravagante Zimmer mussten ca. 120 Kälber ihr Leben lassen. Im Badesaal des Kurfürsten finden wir nicht wie heute eine gewöhnliche Badewanne, sondern eher Puder und einige Parfums, die den Gestank des eigenen Körpers überdecken sollten – denn man verzichtete eher auf das Waschen mit Wasser. Der Kurfürst hatte eine Bestellung von ca. 40 Parfums im Monat, daran sehen wir, dass er wohl sehr großen Wert auf ein hygienisches und gepflegtes Auftreten legte. Allerdings gab es zu dieser Zeit einige Probleme mit Flöhen, die mit so etwas nicht zu lösen waren. Die Leute überlegten sich eine geschickte Idee – Läusefallen: Kleine Holzkugeln mit Löchern in denen sich ein Tuch mit Blut und Honig befand. Dort sollten dann die Flöhe rein gehen und sich so voll saugen, dass sie nicht mehr durch die Löcher passen und somit nicht mehr raus kommen konnten. Vor einigen Zimmern gibt es so genannte „Wartezimmer“, z.B. vor dem Schlafzimmer des Kurfürsten. Wenn man eine besondere Karte gekauft hatte, konnte man dort dem Kurfürsten beim zu Bett gehen oder aufstehen anschauen. Das Treppenhaus ist so ziemlich das beste am ganzen Schloss. Es besteht aus besonderen Natursteinen und Marmorfiguren an den Wänden. Das Schloss gehörte dem berühmten Clemens August (1700-1761). Schloss Augustusburg war die Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August. Im Auftrag von ihm begann 1725 der westfälische Baumeister Johann Conrad Schlaun mit der Errichtung des Schlosses auf den alten Ruinen einer Wasserburg. Ab 1728 erhielt Schloss Augustusburg unter dem Bayrischen Hofbaumeister Francois de Cuvilliés seine Ausgestaltung als herausragende Residenz dieser Zeit. Im ganzen Schloss sind kleine hinweise auf den Kurfürsten hinterlegt. Zum Beispiel auf Gemälden können wir ganz klein „C.A“(=Clemens August) entdecken. Die Lieblingsbeschäftigung des Kurfürsten war die Falkenjagd, das sehen wir schon an den vielen dazu passenden Gemälden im ganzen Schloss. Im zweiten Weltkrieg wurde Schloss Augustusburg leicht zerstört, zwei Zimmer mussten nachgebaut werden. Trotzdem zählt es zu den bedeutendsten Schlössern Deutschlands unter anderem auch weil zum Beispiel so ein wunderschönes Treppenhaus vorhanden ist. Dann war die Führung leider zu Ende, und hinter uns ließen wir dass Schloss mit dem wunderschönen Garten und der schönen Fassade. (von Elisa unter Mithilfe von Michelle, 7d)